Stellen Sie sich vor, Sie haben Ihr Traumhaus für einen Toppreis verkauft. Der Notar terminiert den Eintrag ins Grundbuch, aber plötzlich meldet der Käufer, dass die Bank nicht zahlt. Das Geld kommt nie an, und das Haus steht leer im Leerlauf. Diese Angst kennt fast jeder Verkäufer. In Deutschland liegt der Durchschnittspreis in Großstädten bei rund 3.800 Euro pro Quadratmeter. Bei einem kleinen Apartment sind das schnell mehr als 300.000 Euro, bei einem Einfamilienhaus liegen wir leicht bei einer halben Million oder mehr. Um diese Summen sicher zu veräußern, ist eine Bonitätsprüfung, also die Analyse der finanziellen Leistungsfähigkeit eines Käufers, absolut unverzichtbar.
Aber hier haken sich viele Verkäufer fest: Wie darf man überhaupt nach dem Geldbeutel schauen, ohne gegen die strenge Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu verstoßen? Die Rechtslage hat sich seit 2018 deutlich verändert. Es gibt klare Grenzen, was ein privater Verkäufer tun darf und was ihm untersagt ist. Wir klären auf, welche Methoden sicher sind, wie Sie die Daten richtig prüfen und worauf Sie bei der Kommunikation achten müssen, um Ärger zu vermeiden.